Eine fundierte Ausbildung kann mehr sein als der Start in ein neues Berufsfeld. Sie kann Türen öffnen, neue Perspektiven schaffen und den Mut stärken, den eigenen beruflichen Weg selbstbestimmt zu gestalten.
Mag.a Petra Kofler-Mertens hat die Ausbildung zur Lebens- und Sozialberatung an der EALU Graz absolviert und 2019 erfolgreich abgeschlossen. Heute ist sie selbst als „Ausbildungsberechtigte Person“ tätig und unterstützt die EALU Graz als Dozentin. Gleichzeitig blickt sie auf einen vielseitigen beruflichen Weg zurück, der sie von Tirol nach Nordrhein-Westfalen geführt und ihr verschiedene Tätigkeitsfelder in der psychosozialen Beratung und Erwachsenenbildung eröffnet hat.
In ihrem persönlichen Erfahrungsbericht erzählt sie, wie aus dem Wunsch nach einer eigenen Praxis konkrete berufliche Möglichkeiten wurden, welche Rolle Netzwerke und die eigene Peergroup spielen – und was die sinnzentrierte Beratung nach Viktor E. Frankl für ihre Arbeit bedeutet.
Die Ausbildung zur Lebens- und Sozialberatung bei der EALU Graz habe ich mit großer Begeisterung begonnen und 2019 erfolgreich in Innsbruck abgeschlossen. Nach der neuen Verordnung der Wirtschaftskammer Österreich bin ich nun selbst zertifizierte „Ausbildungsberechtigte Person“ und darf die EALU Graz als Dozentin unterstützen.
Mein Ziel war immer, eine eigene Praxis in Tirol zu eröffnen. Mit Ausbildungsende 2019 wusste ich noch nicht, dass ich noch im selben Jahr aus privaten Gründen nach Nordrhein-Westfalen übersiedeln würde. Das Gewerbe für Lebens- und Sozialberater*innen habe ich in Tirol angemeldet und weiterhin aufrecht. Und auch in Deutschland habe ich mich schnell mit eigener Praxis selbständig gemacht. Mit viel Freude arbeite ich mit den Personen in meiner Praxis und freiberuflich als Dozentin in der Erwachsenenbildung.
Mein Wunsch, mich selbständig zu machen, ging also auf, hier wie dort! Die fundierte Ausbildung bei der EALU eröffnete mir neben meiner eigenen Beratungspraxis noch andere, für mich wertvolle berufliche Möglichkeiten in Deutschland: Ich arbeitete zunächst zwei Jahre in einer Mutter-Kind-Rehaklinik als Psychologische Beraterin. Nach einem Forschungsjahr im Rahmen meiner Dissertation bin ich nun seit zwei Jahren als Psychosoziale Beraterin in einem Beruflichen Trainingszentrum tätig. Wir begleiten Menschen nach einer psychischen Erkrankung zurück in den Beruf.
Ich bin in verschiedenen logotherapeutischen Netzwerken. Das kann ich allen nur empfehlen, denn der Austausch mit Kolleg*innen hilft insbesondere über die normalen Anfangshürden, besonders über die, welche in einem selbst liegen: Fragen wie zum Beispiel: Darf ich mir das Zutrauen? Darf ich für eine Leistung, die mir große Freude bereitet, ein Honorar verlangen? Wie zeige ich mich in der Öffentlichkeit? stellen
sich ganz viele besonders am Beginn der Selbständigkeit. Sich gegenseitig zu stützen tut gut. Ein Tipp wäre, die Peergroup, die sich ohnehin im Rahmen der Ausbildung bildet, weiterhin zu pflegen.
Immer wieder sagen mir Menschen in Gesprächen, dass die Logotherapie und Existenzanalyse nach Viktor E. Frankl „wirklich hilft“. Was genau hilft? Es ist das nicht-reduzierende Menschenbild der Logotherapie, das den Menschen in seiner Würde, Freiheit und grundlegenden Fähigkeit zur Sinnorientierung anspricht.
Die Lehre Viktor E. Frankls, die Ihnen in dieser Ausbildung zur Lebens- und Sozialberatung von fundierten und erfahrenen Dozent*innen vermittelt wird, wird Ihre berufliche Praxis bereichern, Ihnen neue berufliche Wege eröffnen – und Sie wahrscheinlich auch persönlich verändern.
Freuen Sie sich darauf!
Mag.a Petra Kofler-Mertens

… Ist auch als „Ausbildungsberechtigte Person“ nach der neuen Verordnung für folgende Module zertifiziert: